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____Mitarbeiter finden und binden – neue Arbeitswelt fordert neue Methoden

New Work – Mitarbeiter finden und halten

Die digitale Transformation revolutioniert unser Leben – privat und beruflich. Wir befinden uns in einem grundlegenden Change-Prozess. Der Markt ändert sich rasend schnell und Unternehmen müssen flexibler werden. Dafür brauchen sie Mitarbeiter mit besonderen Skills: Lernfähigkeit, Agilität, Mut, Flexibilität. Wie man diese Mitarbeiter findet und möglichst lange im Unternehmen hält? Wenn diese Fragen Sie auch beschäftigen, sollten Sie weiterlesen. Ich werde in diesem Beitrag zusammenfassen, welche Schlüsse ich durch Gespräche, Fachartikel und Studien gezogen habe.

Tagtäglich spüre ich, wie stark der Erfolg unserer Content-Marketing-Agentur von der Qualität unserer Mitarbeiter abhängt. Aber nicht nur deshalb beschäftige ich mich mit den Themen Mitarbeiterbindung und Employer Branding. Interne Kommunikation spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Mitarbeiter emotional ans Unternehmen zu binden. Und Strategien und Lösungen für die interne Kommunikation zu entwickeln, gehört zu den Dienstleistungen von Kresse & Discher.

Drei Quellen haben mich inspiriert, diesen Blogbeitrag zu verfassen:

Huber Kältemaschinenbau gehört zu den technologisch führenden Anbietern von hochgenauen Temperierlösungen und zu den innovativsten mittelständischen Unternehmen in Deutschland (5-mal „TOP 100“-Innovator). Das Familienunternehmen beschäftigt 300 Mitarbeiter und hat in den vergangenen drei Monaten 30 neue Mitarbeiter (davon 15 % Fachkräfte) eingestellt. Daniel Huber, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Joachim führt, ist überzeugt: „Hohe Arbeitgeberattraktivität wirkt sich direkt auf den Unternehmenserfolg aus.“ 2016 wurde Huber Kältemaschinenbau zu den besten Arbeitgebern des Mittelstands gekürt (TOP Job) sowie mit dem Großen Preis des deutschen Mittelstandes und dem Umweltpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. Daniel Huber: „Diese Auszeichnungen haben uns enorm viel Aufmerksamkeit gebracht. Seither haben sich die Bewerbungen auf eine Stelle vervierfacht.“

„Facharbeiter muss man einem anderen wegnehmen“

Laut der aktuellen Gallup-Studie zum Engagement Index 2016 bleibt eine Stelle heute im Schnitt 98 Tage unbesetzt, das sind 35 Tage mehr als vor zehn Jahren. 16 % der Befragten haben im vergangenen Jahr Angebote von Headhuntern erhalten. 2010 waren es erst 12 %. Der Kampf um Fachkräfte tobt. Das kann Daniel Huber nur bestätigen: „In unserer Region finden sich auffällig viele gute Unternehmen, dazu ist die Arbeitslosenquote faktisch bei null. Facharbeiter muss man selber ausbilden oder einem anderen Unternehmen wegnehmen. Und dann muss man alles dafür tun, dass sie einem nicht wieder weggenommen werden.“

Huber Kältemaschinenbau hat in jüngster Zeit viel investiert in Mitarbeiterbindung: flexible Arbeitszeiten, Sonderleistungen (zum Beispiel eine Mitarbeiterkarte, mit der man in ausgewählten Shops einkaufen kann), offene und regelmäßige Kommunikation. Die Chefs drehen täglich ihre Runden, es wird sich geduzt und die Türen stehen offen. Die Hubers sind authentisch, das spüren ihre Mitarbeiter. „Familiengeführt ist ein Pluspunkt“, davon ist Daniel Huber überzeugt. Und: „Kommunikation ist enorm wichtig.“ Besonders stolz ist er auf sein 72-Seiten-starkes Mitarbeitermagazin, das viermal im Jahr erscheint.

Auch bei Kresse & Discher gibt es flexible Arbeitszeiten, Sonderleistungen sowie offene und regelmäßige Kommunikation. Auch bei uns stehen die Türen offen. In der Kreativbranche ist das schon lange Usus. Interessant, dass sich jetzt auch die Arbeitswelt in Industriebetrieben ändert. Jedes Unternehmen braucht zum Wachstum qualifizierte und vor allem engagierte Mitarbeiter. Der steigende Bedarf auf der einen und der demografische Schrumpfprozess auf der anderen Seite führt dazu, dass immer mehr Unternehmen gezielt den Fokus auf ihre Mitarbeiter legen und sich mit deren Bedürfnissen beschäftigen.

Die Welt wandelt sich. Und alle wollen Sicherheit

Welche Bedürfnisse Mitarbeiter heute haben, hat die Gallup-Studie herausgefunden. „Allen Generationen sind die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Freizeit, die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten einbringen zu können, in einem guten kollegialen Umfeld zu arbeiten sowie eine hervorragende Führungskraft zu haben, besonders wichtig“, sagt Marco Nink, Senior Consultant bei Gallup, in einem Interview mit Gero Hesse auf Saatkorn. Dass Sicherheit an erster Stelle steht, ist in Zeiten des Wandels nicht überraschend. „Sicherheit gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschen“ schreiben die Autoren Hackl, Wagner, Attmer und Baumann in ihrem Buch „New Work: Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt“. Der aktuelle Wandel in der Arbeitswelt löst bei vielen Ängste aus. In solchen Fällen, so die Autoren, sei eine klare und transparente Kommunikation gefragt.

Ein weiteres Ergebnis der Gallup-Studie: „Die emotionale Bindung der Mitarbeiter hat entscheidenden Einfluss auf Leistung und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Demnach zeigen Beschäftigte, die emotional gebunden sind, deutlich mehr Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein. Sie sind kundenfokussierter, innovativer, fehlen seltener, haben eine starke Bereitschaft, ihren Arbeitgeber und dessen Produkte und Dienstleistungen weiterzuempfehlen und sie sind treuer.“ Umso erschreckender, dass nur 15 % der Befragten sich emotional an ihren Arbeitgeber gebunden fühlen. 70 % machen Dienst nach Vorschrift und 15 % haben bereits innerlich gekündigt.

New Work: Unsere Arbeitswelt ändert sich grundlegend

Da gibt es also das Streben der Mitarbeiter nach Sicherheit und die nicht starke Bindung ans Unternehmen auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die sich wandeln und dafür mutige, lernwillige und flexible Mitarbeiter brauchen. Wie passt das zusammen? Unsere Erfahrung zeigt: Es passt, wenn man den Wandel kommunikativ begleitet und den Mitarbeitern Zeit gibt, zu lernen und die Chancen des Wandels zu erkennen. Wenn man sie aktiv einbindet in die Entwicklung und eine Kultur schafft, die Eigenverantwortung fördert und Fehler zulässt. Wir befinden uns bei Kresse & Discher aktuell in einem solchen Change Prozess. Und ich bin stolz auf unser Team, das aktiv und sehr mutig mitzieht.

Demografischer Wandel, globale Integration, die zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen sowie ein grundlegender Wertewandel sind große gesellschaftliche Veränderungen, die eine neue Arbeitswelt fordern. Schnelligkeit, Agilität und Innovationsfähigkeit werden für Unternehmen zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Genau das aber lassen die alten Arbeitswelten aus Zeiten der Industriegesellschaft nicht zu. Es geht darum, eine Innovationskultur in Unternehmen zu verankern, mit flachen Hierarchien, den nötigen Freiräumen und einer guten Fehlerkultur. Buchautor Marc Wagner ist überzeugt: „Die Gewährung von Freiräumen und die Beteiligung von Mitarbeitern an Unternehmensprozessen steigert die Bindung des Einzelnen ans Unternehmen, schafft Begeisterung und nimmt positiven Einfluss auf die Produktivität und Attraktivität des Unternehmens.“

Wie also kann man Mitarbeiter emotional ans Unternehmen binden? Welche Schritte sind nötig in Richtung New Work? Aus meiner Sicht sind vor allem folgende Punkte relevant:

  • Kultur des Vertrauens schaffen: Wer neue Wege geht, macht auch mal Fehler. Mitarbeiter müssen darin gestärkt werden, mutig zu sein.
  • Auf Augenhöhe führen: Die Führungskraft von heute ist eher Coach und Mitarbeiter-Entwickler als Aufgaben-Verteiler.
  • Eigenverantwortung fördern: Mitarbeiter, die einen Sinn in ihrer Arbeit sehen und aktiv gestalten können, sind mit Herz und Verstand dabei und bringen mehr Leistung.
  • Offen kommunizieren: Mitarbeiter müssen wissen, wohin sich das Unternehmen bewegt und welchen Teil sie dazu beitragen können.
  • Weiterbildung fördern: Mitarbeiter, die sich weiterbilden wollen, müssen unterstützt werden.
  • Flexibles und mobiles Arbeiten ermöglichen: Nine-to-five-Jobs sind ein Auslaufmodell. Auch muss nicht immer im Büro gearbeitet werden.
  • Sonderleistungen gewähren: Mitarbeiter sollten vom Erfolg des Unternehmens auch finanziell profitieren.

Wir sind mit Kresse & Discher die ersten Schritte gegangen. Und wie weit sind Sie auf dem Weg nach New Work? Was machen Sie, um gute Mitarbeiter zu halten? Ich freue mich auf Feedback.

 

(Foto: fotolia (sepy))

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