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Tätowierte Wände, Ansteckungsgefahr

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Beitrag von Stephan Tiersch

 

Jede Strategie beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Die sah im vorliegenden Falle etwa so aus:
Weiße Strände mit wiegenden Palmen und Eieruhrsand, Boote im mediterranen Fischerhafen, die Hütte auf der Alm. So stellte sich eines der Beispiele möglicher Bürogestaltungen dar. Medien waren Kalender, Poster oder Ansichtskarten (in der Regel auf Amtsstuben und in der Regel in Kombination mit schwer kontrollierbaren Schlingpflanzen). Ein anderer Gestaltungsansatz besteht übrigens aus einer Ansammlung mehr oder weniger ausgeblichener Reproduktionen der gängigsten Werke von Miró und Kandinsky.

So ähnlich und so ungerecht wie vernichtend viel unser Fazit beim Audit traditionellen Wandschmucks aus. Nun ist es aber so, dass unsere Räume architektonisch zwar schön, hell und modern sind. Sie befinden sich aber weder in einer coolen Industrieloft mit Poolbillard, Tischkicker und Bällebad, noch haben wir das Budget und die mentale Stärke, unsere hübschen Räume von hippen Straßenkünstlern veredeln zu lassen. Deshalb sind unsere Arbeitsplätze wie sie sind: Hell und modern. Und weiß. Weiß, wie das leere Blatt Papier.

Die erste Silbe auf dem Blatt bricht das Schweigen, das erste Wort begründet die Spannung, die unsere Arbeit braucht. Wie das Blatt Papier brauchen unsere Räume dieses erste Wort. Es muss programmatisch sein und einen in den Hintern treten. Wenn ich morgens ins Büro komme und an die Wand schaue, muss ich wissen, worum es hier geht. Der Raum wird zum Medium und zum Paradigma. Klingt verkopft? Egal – sieht gut aus.

Was vor einiger Zeit als Designversuch eines kleinen Teams bei uns begann, macht langsam Schule. Eine Idee setzt sich durch. Team für Team findet das eine Wort, das seine eigene Essenz, sein eigenes Mantra oder seinen eigenen Anspruch auf den Punkt bringt. Die Ideen überschlagen sich und finden ihre Grenzen – wie in der wirklichen Welt – am Budget pro Raum und der sportlich festgelegten maximalen Anzahl an Buchstaben.

Und wer von der Marlener Straße in Offenburg aus den Blick in den dritten Stock richtet – und das sind, der Resonanz zu Folge, nicht wenige Leute – der sieht, mit welchem Anspruch bei Kresse & Discher gearbeitet wird. Es ist uns an die Wände geschrieben.

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